Nachdem ich gestern die Liste hier öffentlich gemacht habe, sind Fragen aufgekommen, wie es denn dazu kommen konnte. Und da ich mir ja vorgenommen habe, auch ehrlich und schonungslos mit mir ins Gericht zu gehen, versuche ich mich mal in "Selbst-Reflexion" ;-):
Also, die Sachen, die da im Schrank hängen, sind alle nicht in den letzten 12 Monaten da gelandet. Das ist schon über eine zeitlang da gelandet.
Und ja, ich muss da selbstkritisch sein, ich habe bei gewissen Dingen auch etwas die "Kontrolle verloren", und das "Haben wollen" hat mein Gehirn vernebelt. Ich habe vor gut 2 Jahren den Job gewechselt, und die Zeit, bis es soweit war, war keine leichte für mich. Da habe ich mir sicherlich viel "Trost" beim Shoppen gesucht. Jedes Paket war eine kleine Freude. Und klar, immer wenn ich das Gefühl hatte, dass mir die schwarzen T-Shirts nicht mehr gefallen, hab ich halt neue gekauft. Oder bei Pullis: Wenn ich wusste, das Modell passt mir, hab ich eben gleich alle Farben, die mir gefallen haben, gekauft. Was man hat, hat man.
Dazu bin ich ein Marken-Junkie. KIK oder so kommt mir nicht ins Haus, weder für mich, noch für die Kinder. Auch C&A nicht. Mindestens Esprit musste es schon sein, und irgendwann kamen die richtig teuren Sachen dazu: Louis Vuitton, Prada, Balenciaga. Und ja, ich liebe es, in Läden zu gehen und dort so richtig hofiert zu werden, den Schal in eine wunderschöne Box verpackt zu bekommen und dann mit der Tüte durch die Stadt zu schlendern. Auch wenn ich sonst ein totaler Online-Shopper bin: In den richtig teuren Läden kauf' ich nur vor Ort.
Und irgendwann hab' ich wohl tatsächlich so etwas wie die Kontrolle verloren. Ich hab' mir sicherlich mein angeknackstes Ego durch das Shoppen gestreichelt.
Ich will hier keinen "Schuldigen" suchen, in die "Shopaholic"-Misere bin ich schon ganz allein reingeraten und den übervollen Kleiderschrank hab ich mir auch ganz alleine zuzuschreiben. Aber ich muss jetzt langsam wirklich mal erwachsen werden und jetzt, da ich ja so mit mir im Reinen bin, ist es wohl wirklich der perfekteste Zeitpunkt, "auf Entzug" zu gehen und mich selbst mal etwas zu erden.
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